Onkologie, Schmerzmedizin und Palliativversorgung für die Hausarztpraxis — von der Diagnose bis zur Sterbephase, mit Trigger-Liste, KI-gestützter Symptomkontrolle und Praxis-Bausteinen zum sofortigen Einsatz.
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin macht die frühzeitige Einbindung der Palliativversorgung aktuell zu einem ihrer wichtigsten Themen: Nach ihren Angaben ist über ein Drittel der Patient:innen in den letzten sechs Lebensmonaten übertherapiert — die DGP fordert deshalb mehr palliativmedizinische Expertise unter anderem in der Notfallreform. Hausärzt:innen sind dabei häufig die Ersten, die den richtigen Moment für dieses Gespräch erkennen können.
Der frühe Zeitpunkt ist der Hebel. Palliativversorgung orientiert sich nicht an der Prognose, sondern an den Bedürfnissen der Betroffenen — und kann parallel zur kurativen bzw. tumorspezifischen Behandlung beginnen. Wer den Übergang zu spät einleitet, riskiert Übertherapie, unkontrollierte Symptome und Krisen statt einer vorbereiteten Begleitung.
Diagnose- und Symptomerfassung, Pharmako-Berechnungen, Kommunikation und Review als vier gleichwertige Säulen eines KI-gestützten Workflows für die palliative Symptomkontrolle. Kritisch: Lorazepam nicht subkutan verabreichen; ein Krisenplan ist ohne ärztliche Unterschrift nicht gültig. Dieser Workflow ist ein natürlicher Anknüpfungspunkt an den KI-Hub von ClinicalOS.
Zum KI-Hub → Band 5: KI in der Hausarztpraxis| Phase | Fokus | Quelle |
|---|---|---|
| Diagnose & Verlauf Onkologie | Tumornachsorge, Nebenwirkungsmanagement, Tumorschmerz, VTE, Krebsmüdigkeit | Band 3, Kapitel I-23 |
| Symptomkontrolle Schmerzmedizin & Palliativmedizin | Chronischer Schmerz, Opioidtherapie, neuropathischer Schmerz, biopsychosoziales Modell, Symptomkontrolle am Lebensende | Band 3, Kapitel C-13 & I-24 |
| Sterbephase & Gesprächsführung | Kommunikation am Lebensende, Angehörigen-Beratung, Sterbephase | Band 3, Kapitel I-24 |
| Koordination & Vorausplanung | SAPV, Advance Care Planning, Pflegegrad, Hospiz, Entlassmanagement | Band 9, Sozialmedizinische Koordination |
Kurz genug für die reguläre Konsultation, nicht auf stationäre Aufklärungssituationen ausgelegt.
Der Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland verzeichnet über 3.000 Angebote bundesweit — durchsuchbar nach Postleitzahl, auch in zehn Sprachen.
Zum Wegweiser →Für den direkten Einsatz in der Konsultation stehen im vertiefenden Band-3-Material fertige Bausteine bereit: STOPP/START-Kriterien für Schmerz- und Palliativmedikation, erweiterte Dosierungstabellen und copy-paste-fähige PVS-Textbausteine für Dokumentation und Verordnung.
Dieser Hub ist eine Kurzfassung. Band 3 von ClinicalOS enthält die vollständigen Kapitel I-23 (Onkologie), I-24 (Palliativmedizin) und C-13 (Schmerzmedizin) mit Wirkstoffprofilen, erweiterten Dosierungstabellen, STOPP/START-Kriterien und PVS-Textbausteinen.
Band 3 ansehen → Leseprobe (PDF)Linkliste zusammengestellt von Dr. Götz Huber, redaktionell gesichtet Juli 2026. Externe Quellen öffnen in einem neuen Tab; ClinicalOS übernimmt keine Verantwortung für deren Inhalte oder Aktualität — bei sicherheitsrelevanten Themen (Dosierung) bitte zusätzlich die Originalquelle direkt prüfen.
Zum Ausdrucken oder Verlinken für Patient:innen und Angehörige — keine Praxis-internen Arbeitsmittel.