Leitlinien
Die wichtigsten nationalen und internationalen Leitlinien-Herausgeber auf einen Blick — sortiert nach Land/Herausgeber statt nach Fachgebiet.
Diese Seite bündelt die zentralen Anlaufstellen, bei denen Leitlinien direkt an der Quelle stehen — nicht über Sekundärzitate oder Linksammlungen Dritter. Wo ein Herausgeber neben der Fassung für Ärzt:innen offiziell auch eine separate, laienverständliche Patientenfassung anbietet, sind beide Links einzeln gekennzeichnet.
Stand der Prüfung: 30.06.2026. Aufgeführt sind nur Herausgeber mit aktuell erreichbarer, im Juni 2026 geprüfter Quelle — die früher oft zitierte "National Guideline Clearinghouse" (AHRQ, USA) ist seit 16.07.2018 endgültig abgeschaltet und erscheint deshalb bewusst nicht. Externe Links öffnen in einem neuen Tab; ClinicalOS übernimmt keine Verantwortung für deren Inhalte oder Aktualität — bei sicherheitsrelevanten Themen (Dosierung, Impfen) bitte zusätzlich die Originalquelle direkt prüfen.
Für Ärzte
Fachliche Originalfassung der Leitlinie — primär für die Praxis gedacht.
Für Patienten
Separate, laienverständliche Fassung — nur verlinkt, wo vom Herausgeber offiziell angeboten und von uns geprüft. Fehlt der Button, ist (noch) keine offizielle Patientenfassung bestätigt — statt sie zu erfinden, zeigen wir dann nur den Arzt-Link.
Wie Leitlinien eingestuft werden (S1–S3)
Im deutschsprachigen Raum gilt die vierstufige AWMF-Klassifikation als Qualitätsmaßstab:
S1 — Handlungsempfehlung einer Expertengruppe, informeller Konsens.
S2k — Konsensbasierte Leitlinie, strukturierte Konsensfindung.
S2e — Evidenzbasierte Leitlinie, systematische Evidenzrecherche ohne formalen Konsensprozess.
S3 — Evidenz- und konsensbasiert, höchste Stufe nach AWMF-Regelwerk.
Verhältnis zur Ressourcen-Seite
Zwei verschiedene Sortierachsen für verwandte Inhalte: Quellen nach Fachgebiet sortiert (Kardiologie, Infektiologie, Onkologie …) finden Sie im Ressourcen-Hub. Quellen nach Land/Herausgeber sortiert, inklusive Arzt-/Patiententrennung, finden Sie hier.
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Deutschland
AWMF
Dachorganisation der medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland — zentrales Leitlinienregister (S1/S2k/S2e/S3).
DEGAM
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin — hausärztliche S2/S3-Leitlinien direkt für die Praxis.
Österreich
ÖÄK — Österreichische Ärztekammer
Leitlinien-Kurzversionen für die Praxis und ein separates Patienteninformations-Portal.
ÖGAM
Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin — hausärztliche Leitlinien für Österreich.
Schweiz
Guidelines Schweiz
Plattform der FMH/Swiss Academy for Quality in Medicine — von Fachgesellschaften dokumentierte Leitlinien.
SGAIM — smarter medicine
Top-5-Listen gegen Über- und Fehlbehandlung (Choosing-Wisely-Initiative) — keine klassischen Leitlinien, aber praxisrelevante Empfehlungen.
Großbritannien
NICE
National Institute for Health and Care Excellence. Jede einzelne Guideline enthält eine eigene "Information for the public"-Fassung direkt auf der jeweiligen Guideline-Seite — kein zentraler Patienten-Hub, daher hier nur ein Link.
SIGN
Scottish Intercollegiate Guidelines Network — mit eigenem Patienten-Hub für viele Leitlinien.
USA
AHA/ACC Guidelines
American Heart Association / American College of Cardiology — gemeinsame kardiologische Leitlinien. Hinweis: nur Kardiologie, kein fachübergreifendes Register wie AWMF.
International
Cochrane Library
Systematische Reviews als Evidenzbasis vieler Leitlinien. Jede Review enthält eine eigene "Plain Language Summary" in einfacher Sprache.
G-I-N
Guidelines International Network — Dachverband nationaler Leitlinien-Organisationen weltweit.
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