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Viele Menschen greifen regelmäßig zu Schlafmitteln wie Zolpidem, Zopiclon oder Benzodiazepinen. Kurzfristig hilft das – bei längerer Einnahme entstehen aber häufig Tagesmüdigkeit, Sturzgefahr, Abhängigkeit und Gedächtnisprobleme. Die gute Nachricht: Schlaf lässt sich neu lernen, oft ohne Medikamente oder mit deutlich weniger.
| Tipp | Warum es hilft |
|---|---|
| Feste Schlafenszeiten | Der Körper liebt Rhythmus — auch am Wochenende |
| Nur schlafen, wenn Sie müde sind | Im Bett wälzen macht unruhig — lieber erst später hinlegen |
| Kein Bildschirmlicht 1 Stunde vor dem Schlafen | Blaulicht unterdrückt das Schlafhormon Melatonin |
| Abendrituale entwickeln | Tee, Lesen, Musik — das Gehirn schaltet um auf Ruhe |
| Schlafzimmer dunkel, leise, kühl (ca. 18 °C) | Idealbedingungen für Tiefschlaf |
| Tagsüber bewegen, aber nicht kurz vor dem Zubettgehen | Bewegung fördert gesunden Schlaf |
| Kein Kaffee, Cola, Alkohol nach 16 Uhr | Diese Stoffe stören das Einschlafen |
| Keine langen Nickerchen am Tag (>20 Min.) | Sie stören den Nachtschlaf |
Der Rauchstopp ist die wirksamste Einzelmaßnahme zur Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs — und wirkt messbar schneller, als viele denken.
| Wirkung nach Rauchstopp | Zeitlicher Verlauf |
|---|---|
| ❤️ Blutdruck und Puls normalisieren sich | nach 20 Minuten |
| 💨 Lungenfunktion verbessert sich | nach 2 Wochen – 3 Monaten |
| 🧠 Schlaganfallrisiko halbiert sich | nach 1 Jahr |
| ❤️ Herzinfarktrisiko wie bei Nichtrauchern | nach 5 Jahren |
| 🔬 Lungenkrebsrisiko sinkt um >50 % | nach 10 Jahren |
| Tipp | Beispiel |
|---|---|
| 🚫 Trigger vermeiden | Kaffee ersetzen, bestimmte Orte/Gesellschaften meiden |
| 🖐 Hände beschäftigen | Knetball, Stift, Wasserflasche |
| 🌬 Tief atmen statt rauchen | 4-7-8-Atmung bei Verlangen |
| ✍️ Rauchfreie Liste führen | „Heute bin ich 7 Stunden rauchfrei" |
| 🎯 Belohnung planen | Sparen für Massage, Ausflug, Kleidung |
Bebilderte Übungsanleitungen von NHS- und AAOS-Kliniken — auf Englisch, aber selbsterklärend durch Bilder. Zum Ausdrucken oder direkt auf dem Handy zeigen.
„Mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Fisch – weniger Wurst, Fertigprodukte, Salz." „5× pro Woche 30 min zügig gehen." Heim-BP morgens/abends 7 Tage, Mittelwert
Kernmaßnahme: DASH-/mediterrane Kost, Salz < 5–6 g/d, Gewicht −5 bis −10 %, Bewegung ≥ 150 min/Woche moderat, Alkohol limitieren, Tabakstopp, Heim-BP
„Rauchstopp wirkt wie ein eigenes Medikament." „Ambulante Reha 3–6 Monate, danach Herzgruppe." „Nitroglycerin (Nitrolingual Spray) 1–2 Hub bei AP, sitzend; nach 5 min wiederholen, bei Persistenz > 15 min Notruf."
Kernmaßnahme: Tabakstopp absolut, mediterrane Kost, kardiologische Reha/strukturiertes Training, Gewichtsmanagement, Stress-/Schlafhygiene, Nitrospray-Plan
„Jeden Morgen wiegen, gleicher Zeitpunkt, gleiches Gerät – +2 kg in 3 Tagen melden." „Atemnot, Beinödeme, nächtliches Husten = anrufen." Impfpass jährlich prüfen
Kernmaßnahme: Tägliches Wiegen morgens nüchtern, körperliches Training/Reha, Flüssigkeit individuell (oft 1,5–2 L), keine pauschale Salzrestriktion < 6 g/d, STIKO-Impfungen, Warnzeichen, Tabak-/Alkoholstopp
„Gewicht runter senkt Atemnot oft mehr als jede Tablette." Aerob + Kraft 2–3×/Woche, alltagsnah
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion bei Adipositas, Blutdruckkontrolle, Bewegung/Reha, Komorbiditäten (DM, VHF, Schlafapnoe) konsequent behandeln, Impfungen
„Alkohol senken senkt VHF-Episoden messbar." „Schnarchen + Tagesmüdigkeit → Schlaflabor." DOAK fix in Wochenbox, immer zur Mahlzeit (Rivaroxaban/Xarelto) bzw. 2× täglich (Apixaban/Eliquis)
Kernmaßnahme: AF-CARE: Blutdruck < 130/80, Gewicht −10 %, Alkohol < 3 Drinks/Woche, ≥ 150 min/Woche Bewegung, Schlafapnoe-Screening (STOP-BANG), DOAK-Adhärenz
„Olivenöl statt Butter, 2× Fisch/Woche, Hafer/Hülsenfrüchte." „Statine sind Standard – Phytosterole oder Rotschimmelreis ersetzen sie nicht."
Kernmaßnahme: Mediterrane/LDL-senkende Kost, gesättigte Fette < 10 % E, Transfette meiden, ≥ 25–30 g Ballaststoffe/d, Gewichtsmanagement, Bewegung 30–60 min meiste Tage, Alkohol limitieren
„Bis zur Schmerzgrenze gehen, Pause, weitergehen – 30–60 min, 3× pro Woche." „Tägliche Fußkontrolle, glatte Nägel, atmungsaktive Schuhe."
Kernmaßnahme: Strukturiertes Gehtraining 3×/Woche, Tabakstopp absolut, tägliche Fußinspektion, Schuhwerk, Hautpflege
„Halber Teller Gemüse, ein Viertel Eiweiß, ein Viertel Vollkorn." Schritt-/Aktivitätstracker als Hilfsmittel
Kernmaßnahme: Gewicht −5 bis −10 %, ≥ 150 min/Woche Bewegung + 2× Kraft, Schlaf 7 h, Stressmanagement, DMP-Logik (BP, Lipide, HbA1c, Albuminurie)
„Vor dem Aufstehen 30 s sitzen, dann aufstehen – Schwindel sofort melden." Schellong-Test ≤ 3 min
Kernmaßnahme: Trinkmenge 1,5–2 L (sofern erlaubt), langsames Aufstehen, Kompressionsstrümpfe, Orthostase-Messung im Sprechzimmer, Deprescribing-Trigger
„Ihr Zucker ist grenzwertig – Bewegung + Gewicht senken das Risiko deutlich." Schrittziel realistisch (z. B. +2000/d).
Kernmaßnahme: DPP-Logik: −7 % Gewicht; ≥ 150 min/Woche Bewegung; Schlaf ~7 h; Stressreduktion.
„Olivenöl statt Butter, 2× Fisch/Woche, weniger Wurst."
Kernmaßnahme: Mediterrane Kost; gesättigte Fette < 10 % E; ≤ 5 g Salz; Bewegung; Tabakstopp; Alkohol limitieren.
„Ich messe meinen Blutdruck 7 Tage morgens und abends, jeweils 2× im Sitzen, und führe Tagebuch." „Ich gehe 5×/Woche 30 Minuten zügig oder fahre Rad." „Ich kenne meinen Ziel-Blutdruck und meine Zielwerte für Albuminurie."
Kernmaßnahme: DASH-/mediterrane Kost; Salz < 5 g/d; Gewicht; Alkohol-Limit (♂ ≤ 20 g, ♀ ≤ 10 g/d); Ausdauer + Krafttraining; Schlafhygiene/OSA-Screening; häusliche Selbstmessung (Schulung); Adhärenz Ramipril (Delix®, Vesdil®)/Losartan (Lorzaar®)/SGLT2i.
„Ich demonstriere meinen Inhalator bei jedem Kontrolltermin." „Bei Erkältung erhöhe ich Budesonid/Formoterol entsprechend Aktionsplan und melde mich, wenn der Bedarfsspray > 2×/Woche nötig wird."
Kernmaßnahme: Tabakstopp inkl. Passivrauch; Inhalationstechnik bei jedem Termin überprüfen; Aktionsplan; Allergenkarenz; Bewegung trotz Asthma; Influenza/Pneumokokken (NVL/GINA).
„Ich rauche ab dem Stichtag nicht mehr in der Wohnung." „Ich übe morgens und abends 3 Minuten Lippenbremse." „Ich nutze die Lungensportgruppe 1×/Woche."
Kernmaßnahme: Tabakentwöhnung (Kurzberatung 5 A/5 R, NRT, ggf. Vareniclin); pneumologische Reha; Krafttraining + Ausdauer 3–5×/Woche; Lippenbremse; Ernährung gegen Sarkopenie.
„Ich habe einen schriftlichen COPD-Aktionsplan und melde mich am 2. Tag mit Verschlechterung." „Innerhalb von 4 Wochen nach Exazerbation starte ich die Reha."
Kernmaßnahme: Aktionsplan mit Notfallkorridor; jährliche Influenza-, Pneumokokken-, RSV- und COVID-Impfung; frühe Eskalation bei Sputum-Purulenz/Dyspnoe; Reha nach Exazerbation.
„Ich trinke 1,5–2 l/d, inhaliere 2× täglich mit NaCl 0,9 %." „Honig 1 TL abends bei Reizhusten (außer Säuglinge)."
Kernmaßnahme: Symptomatische Maßnahmen: Flüssigkeit, Inhalation mit NaCl, Honig (≥ 1 J.), Tabakkarenz; Antibiotika nur bei Red Flags; abwartendes Offenhalten.
„Ich spüle die Nase morgens und abends mit isotoner Lösung." „Steroidspray nicht zur Septumwand, sondern leicht nach lateral – jeden Tag, auch ohne Symptome in der Saison."
Kernmaßnahme: Allergenkarenz; Nasenduschen; nasale Steroide first-line; Schulung zur korrekten Sprühtechnik; Asthma-Komorbidität screenen.
„Ich gehe zur Grippe- und Pneumokokken-Impfung beim Hausarzt." „Ich putze meine Zähne 2×/d und kontrolliere die Prothese."
Kernmaßnahme: Impfungen (Influenza jährlich, PCV20, RSV ab 75 J. bzw. 60–74 J. mit Risiko); Tabakstopp; Mund-/Zahnhygiene; Schluckabklärung bei Husten beim Essen; ausreichende Mobilisation.
„Ich verzichte ab 18:00 Uhr auf Alkohol." „Ich nutze meine CPAP-Maske mindestens 4 Stunden in 70 % der Nächte und melde Druckprobleme zeitnah."
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion (5–10 % senken AHI relevant); Alkohol-/Sedativakarenz besonders abends; Lagetherapie; CPAP-Adhärenz aktiv unterstützen; Tabakstopp.
„Ich plane belastende Tätigkeiten, plane bewusst Pausen und führe ein Aktivitätstagebuch." „Bei Verschlechterung 24–48 h nach Belastung reduziere ich das Pensum, nicht steigern."
Kernmaßnahme: Pacing („energy management"); strukturierte, langsame Aktivitätssteigerung; Schlafhygiene; Atemphysiotherapie; ggf. Reha; bei PEM kein forciertes Training.
„Ich atme 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus – 2× täglich für 5 Minuten." „Ich notiere Auslöser meiner Atemnot über 2 Wochen."
Kernmaßnahme: Atemschulung (Bauchatmung, verlängerte Ausatmung, Lippenbremse); Triggeranalyse; Stress-/Achtsamkeitstraining; ggf. Psychotherapie; organische Ursachen ausschließen.
„Ich nutze morgens und abends 10 Minuten meinen Flutter®." „Ich inhaliere NaCl 3 % vor der Drainage, wenn vom Pneumologen freigegeben."
Kernmaßnahme: Tägliche Atemphysiotherapie/autogene Drainage; Flutter® / RC-Cornet® / Acapella®; Inhalation NaCl 0,9–6 %; Hydratation; Impfungen; Tabakstopp.
„Ich melde Atembeschwerden bei der Arbeit dem Betriebsarzt – mit Datum und Tätigkeit." „Ich trage FFP2/FFP3 entsprechend Gefährdungsbeurteilung."
Kernmaßnahme: Expositionskarenz (Stäube, Isocyanate, Mehl, Reinigungsmittel); BK-Verfahren prüfen; Atemschutz nach TRGS 401; Tabakstopp synergistisch.
„Bei bellendem Husten setze ich mich mit dem Kind aufrecht ans offene Fenster." „Bei Stridor in Ruhe rufe ich 112 oder die Notfallpraxis."
Kernmaßnahme: Aufrechte Lagerung; kühle, feuchte Luft (offenes Fenster); Beruhigung; bei Stridor in Ruhe sofortige ärztliche Vorstellung; keine OTC-Antitussiva < 2 J.
Trigger, Sport, Rauchbelastung, Allergie prüfen
Kernmaßnahme: Inhalationstechnik bei jeder Kontrolle, Spacer zeigen lassen
„Halber Teller Gemüse, ein Viertel Eiweiß, ein Viertel Vollkorn." „5× pro Woche 30 min zügig gehen." Selbstmonitoring nach Schulung.
Kernmaßnahme: Strukturierte Schulung; Ernährung mediterran/pflanzenbetont; 150 min/Woche moderate Ausdauer + 2× Kraft; Tabakstopp; Gewicht −5 bis −10 %.
„Realistisch: 0,5 kg pro Woche." Ess-Tagebuch 2 Wochen; klare Trinkregel (Wasser/ungesüßt).
Kernmaßnahme: Energiedefizit ~500 kcal/d; Eiweiß ≥ 1,0 g/kg; Krafttraining; Verhaltenstherapie; Schlafhygiene.
„Tablette nüchtern, 30 min vor dem Frühstück, Abstand zu Calcium/Eisen/Kaffee."
Kernmaßnahme: Gewicht/Bewegung; Jod über jodiertes Speisesalz/Seefisch; kein routinemäßiges Selen.
„Rauchen verschlechtert die Augen deutlich – jetzt aufhören." Keine jodhaltigen KM ohne Rücksprache.
Kernmaßnahme: Tabakstopp (Orbitopathie!); kein Hochdosis-Jod; Stressreduktion; Koffein/Alkohol moderat.
„10–15 min Sonne auf Gesicht/Arme, 2–3×/Woche im Sommer." Substitution gemäß DVO siehe 6B.
Kernmaßnahme: Sonnenlichtexposition; Bewegung im Freien; Calcium-reiche Kost (Milchprodukte, grünes Gemüse, Mineralwasser).
„Treppe statt Aufzug, Stolperfallen weg, Brille aktuell." Hüftprotektoren in Risikogruppen.
Kernmaßnahme: Krafttraining + Balance 2–3×/Woche; Sturzprävention; Calcium ~1000 mg/d aus Ernährung; Vit-D-Status; Tabak/Alkohol limitieren.
„Keine starre Diät – aber weniger Bier, weniger Fleisch, weniger Limonade."
Kernmaßnahme: Pflanzenbetonte Kost; Alkohol (v. a. Bier/Spirituosen) und Fructose reduzieren; Gewicht senken; ~ 2 l trinken (sofern keine HF/CKD).
„Bei Fieber, Erbrechen, OP: Hydrocortison verdoppeln und Arzt/Notfall." Notfallspritze griffbereit.
Kernmaßnahme: Notfallausweis; Patientenschulung; Sick-Day-Rules; Salz nicht restringieren; ausreichend Flüssigkeit.
„Ich trainiere 2×/Woche Kraft und 1×/Woche Gleichgewicht." „Ich räume Stolperfallen weg und prüfe meine Sehhilfe jährlich." „Ich esse Eiweiß zu jeder Hauptmahlzeit (Quark, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch)."
Kernmaßnahme: Calcium ≥ 1000 mg/d aus Ernährung (Substitution nur bei Defizit), Vitamin D3 800–1000 IE/d; Eiweiß 1,0–1,2 g/kg/d (Sarkopenie-Prävention); Kraft- und Balance-Training (z. B. Tai Chi, gezielte Übungen); Sturzprävention (Wohnung, Sehhilfe, Medikamente); Rauchstopp; Alkohol moderieren.
„Bier und Softdrinks treiben meine Harnsäure am stärksten – ich reduziere beides aktiv." „Diät allein reicht meist nicht – Allopurinol senkt nachhaltig." „Ich trinke 2 l Wasser/d und kenne mein Harnsäureziel < 6 mg/dl."
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion bei Übergewicht; Alkohol einschränken (insbes. Bier, Spirituosen); Fruktose/Softdrinks reduzieren; Purinreiches moderieren (Innereien, Sardellen, Hering); Flüssigkeitszufuhr 2 l/d (außer HF/CKD-Limit); fettarme Milchprodukte, Kirschen optional. Lebensstil ergänzt, ersetzt aber nicht ULT.
„Ich salze nachträglich nicht, esse Fertigprodukte selten und prüfe Etiketten auf Salz." „Ich trinke 1,5–2 l/d, außer mein Arzt schränkt mich ein." „Vor OPs, bei Gastroenteritis oder Fieber halte ich meine Sick-Day-Liste ein."
Kernmaßnahme: Salzreduktion < 5 g NaCl/d (Natrium < 2 g/d); Eiweiß ca. 0,8 g/kg/d (kein „high protein"); pflanzenbetonte Kost; Bewegung ≥ 150 min/Woche (an Toleranz angepasst); Tabakstopp; Gewichtsoptimierung; Nephrotoxin-Review (NSAR, hochdosierte Vitamine, pflanzliche „Nieren-/Blasentees", Kreatin); RAAS/SGLT2 nicht eigenständig pausieren.
„Ich trinke alle 2 Stunden ein Glas Wasser, auch nachts ein Schluck." „Ich salze sparsam und esse nicht täglich Fleisch/Wurst." „Ich vermeide isolierte Calciumtabletten ohne ärztliche Indikation."
Kernmaßnahme: Urinvolumen > 2–2,5 l/d (gleichmäßig über den Tag); Salzreduktion; moderates tierisches Protein; normale Calciumzufuhr (kein Calcium-Restriktionsmythos); Oxalat steinprofilabhängig (Spinat, Rhabarber, Schokolade); Gewichtsreduktion; Citratlieferanten (Zitrusfrüchte) bei Hypocitraturie.
„Ich trinke 2 l/d gleichmäßig und gehe nach Geschlechtsverkehr zur Toilette." „Ich halte Verstopfung in Schach (Ballaststoffe, Bewegung, ggf. Macrogol)." „Bei Brennen ohne Fieber/Flanke probiere ich kurz Schmerzmittel und melde mich bei Verschlechterung."
Kernmaßnahme: Trinkmenge bei < 1,5 l/d auf ≥ 2 l/d steigern (S3 HWI); postkoitale Miktion und Hygiene mit Augenmaß (keine aggressive Intimseife/Spülung); Beckenboden bei Restharn; Obstipationstherapie; postmenopausal: vaginale Östrogene (Rx, leitliniengestützt).
„Bei Fieber, Flankenschmerz, Übelkeit, Schüttelfrost oder Schwangerschaft komme ich gleich – nicht abwarten." „Männer mit HWI-Symptomen, Katheter, Immunsuppression, CKD oder Schwangerschaft kommen direkt." „Ich melde Dauer-Symptome > 3 Tage."
Kernmaßnahme: Symptomatische Linderung (Wärme, ausreichende Flüssigkeit, kurze Analgesie); abwartendes Offenhalten in Einzelfällen mit kurzfristiger Wiedervorstellung möglich; gezielte ABx-Therapie nach AWMF (z. B. Fosfomycin Monuril®, Nitrofurantoin Furadantin®/Nifurantin® – nur bei eGFR ≥ 30); keine Selbstmedikation bei Red Flags.
„Ich trinke nach 18 Uhr nur kleine Schlucke und lasse Kaffee/Schwarztee am Nachmittag weg." „Ich gehe entspannt zur Toilette und nach 1–2 Minuten ein zweites Mal (Double Voiding)." „Ich führe 3 Tage ein Miktionsprotokoll für meinen Hausarzt."
Kernmaßnahme: Zeitgesteuerte Flüssigkeitsreduktion abends (2–3 h vor Schlaf); Koffein/Alkohol reduzieren; Double Voiding; Blasen-/Miktionsprotokoll; Obstipationstherapie; Bewegung; Gewichtsreduktion; Diuretika-Timing nachmittags vorziehen; Tamsulosin (Alna®, Omnic®) / Finasterid (Proscar®) / Dutasterid (Avodart®) leitliniengerecht.
„Ich trainiere meinen Beckenboden 3×/d je 10 Kontraktionen für 8 Wochen." „Ich verlängere mein Toilettenintervall um 15 Minuten pro Woche und führe Miktionsprotokoll." „Ich reduziere Kaffee/Cola/Tee und probiere stilles Wasser."
Kernmaßnahme: Beckenbodentraining first-line (PFMT, intensiv ≥ 8 Wochen, ggf. Physiotherapie/Biofeedback); Blasentraining (Toilettenintervall schrittweise verlängern); Koffein/Alkohol reduzieren; Gewichtsreduktion; Tabakstopp; Vorlagen/Hilfsmittel/Hautschutz; Mirabegron (Betmiga®) statt Oxybutynin (Ditropan®) bei Älteren bevorzugen.
„Mein Auffangbeutel hängt unterhalb der Blase und nicht auf dem Boden." „Ich halte den Katheter sauber und trockene mit milder Seife – keine Spülungen ohne Anweisung." „Bei Fieber, trübem/übel riechendem Urin, Flankenschmerz oder Verstopfung des Katheters melde ich mich."
Kernmaßnahme: Indikation regelmäßig hinterfragen (frühzeitig entfernen); geschlossenes System; korrekte Höhe des Auffangbeutels; Bein-/Bauchfixierung; Hygiene mit Wasser/milder Seife (keine antiseptischen Spülungen routinemäßig); Wechsel nach Hersteller (meist 4–12 Wochen, früher bei Inkrustation/Obstruktion); Trinkmenge anpassen.
„ED ist ein Frühwarnzeichen – ich lasse Blutdruck, Blutzucker, Lipide checken." „Ich gehe zum kardiovaskulären Risiko-Check und überprüfe meine Medikamente." „Ich rauche nicht mehr und bewege mich regelmäßig."
Kernmaßnahme: Tabakstopp; Bewegung (5×/Woche 30 min Ausdauer + Krafttraining); Gewichtsreduktion; mediterrane/DASH-Kost; Alkohol-Limit; Schlafqualität/OSA; Diabetes-/Lipid-/Blutdruck-Kontrolle; Medikamentenreview (β-Blocker, Thiazide, SSRI, Spironolacton, Finasterid).
„Ich trinke gleichmäßig viel über den Tag verteilt – mein Urin ist hell." „Ich halte meinen Blutdruck im Zielbereich und nehme RAAS-Therapie regelmäßig." „Ich vermeide regelmäßig NSAR und höhere Dosen von Pflanzentees."
Kernmaßnahme: Reichlich trinken (3–4 l/d) bei ADPKD ohne HF/CKD-Restriktion (Vasopressin-Suppression); Salzreduktion < 5 g/d; Blutdruck-Optimierung (Ramipril/Losartan); Tabakstopp; körperliche Aktivität; bei einfachen Zysten meist keine spezifische Diät, regelmäßige Sonographie.
„Trüber Urin allein ist kein Grund für Antibiotika." „Bei Verwirrtheit suche ich erst nach anderen Ursachen (Trinkmenge, Schmerz, Medikamente)." „ASB bei Dauerkatheter wird nicht behandelt."
Kernmaßnahme: Kein Urinscreening ohne Symptome (außer Schwangerschaft, vor TUR-Prostata/Blase); Delir ≠ HWI; bei Heimbewohnern primär Hydratation, Mobilisation, Polypharmazie-Review, Schmerz-/Obstipationssuche.
"Das Problem sind Kristalle im Gleichgewichtsorgan - Tabletten loesen das nicht."
Kernmaßnahme: Lagerungsmanöver statt Dauermedikament (Epley/Semont)
"Beckenbodenkraft trainieren bevor wir ein Medikament geben"
Kernmaßnahme: Blasentraining, Beckenboden, Trink-/Miktionsplan
„Letzte Mahlzeit ≥ 3 h vor dem Schlafen." „Kopfende des Bettes 15–20 cm hoch." Trigger-Tagebuch 2 Wochen (Kaffee, Schokolade, Fett, Alkohol, scharf)
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion bei Übergewicht; Kopfteilhochlagerung bei Nachtsymptomen; späte/üppige Mahlzeiten meiden; Rauchstopp; individuelle Trigger
„5 kleine Mahlzeiten statt 3 großen." Esstagebuch 2 Wochen. Atemübung 5 min vor Hauptmahlzeit.
Kernmaßnahme: Regelmäßige kleine Mahlzeiten; Stressreduktion; langsam essen; Trigger meiden; moderate Bewegung
„3× pro Woche 30 min zügig gehen." „FODMAP-Testphase nur 6–8 Wochen, danach Wiedereinführung mit Ernährungsfachkraft." Symptom-Tagebuch.
Kernmaßnahme: Bewegung ≥ 150 min/Woche; Stress-/Achtsamkeitsverfahren; Low-FODMAP 6–8 Wochen mit Beratung; lösliche Ballaststoffe (Psyllium); regelmäßige Mahlzeiten
„Morgens nach dem Frühstück 5 min Toilettenzeit, gleiche Zeit täglich." „Glas Wasser zu jeder Mahlzeit, Trinkprotokoll 1 Woche."
Kernmaßnahme: Trinkmenge 1,5–2 L/Tag; ~30 g Ballaststoffe/Tag (lösliche Fasern bevorzugt); Bewegung; Toilettenroutine nach den Mahlzeiten; Stuhldrang nicht unterdrücken
„Nicht länger als 3–5 min auf der Toilette, kein Pressen." „Lauwarme Sitzbäder 10 min nach dem Stuhlgang."
Kernmaßnahme: Stuhlregulation (lösliche Fasern, Trinkmenge); nicht pressen; Analhygiene mit Wasser; Sitzbäder; Bewegung
„Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst – langsam steigern, viel trinken." „Nüsse/Körner sind erlaubt."
Kernmaßnahme: Ballaststoffreiche Kost ≥ 30 g/Tag; Bewegung; Normgewicht; Rauchstopp; NSAR/ASS-Risiken bewusst machen
„Alle 5–10 min ein Schluck ORS, kleine Portionen." „Salzgebäck, Banane, Reis, Toast — sobald es geht normal essen."
Kernmaßnahme: Frühe orale Rehydratation; frühzeitiges Wiederessen (BRAT-Schema überholt); Hände-/Lebensmittelhygiene
„2-Wochen-Tagebuch: Was, wann, wie viel, danach Symptome?" „Erst Diagnostik, dann gezielte Diät – keine Selbstdiagnose."
Kernmaßnahme: Trigger-Tagebuch; Laktose-/Fruktose-Test; Alkohol-/Koffein-Reduktion; lösliche Fasern; Stressreduktion
„Softdrinks und Säfte streichen — Wasser/ungesüßter Tee/Kaffee." „150 min/Woche zügiges Gehen + 2× Krafttraining."
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion ≥ 5 % (zur Fibrose-Verbesserung ~10 %); mediterrane Kost; zucker-/fruktosehaltige Getränke meiden; Alkohol reduzieren/einstellen; Kaffee möglich; ~3 h aerob/Woche
„Rauchstopp wirkt bei Crohn wie ein Medikament." „Impfstatus jährlich prüfen." Ernährungsberatung bei Stenose.
Kernmaßnahme: Rauchstopp (halbiert Rezidivrate); vollwertige Kost; Impfstatus/STIKO; körperliche Aktivität nach Verträglichkeit; NSAR vermeiden
„10 min Achtsamkeit täglich, App oder Atemübung." „Fester Tagesrhythmus, kleine Bewegungseinheiten."
Kernmaßnahme: Achtsamkeit/Stressreduktion; Tagesstruktur und Aktivität bei Fatigue; Impfstatus; individuelle Trigger
„Vor der Diagnose nicht glutenfrei essen — sonst keine Sicherung möglich." Beratungstermin innerhalb 4 Wochen.
Kernmaßnahme: Lebenslang strikte glutenfreie Diät erst nach gesicherter Diagnose; zeitnahe Ernährungsberatung; Kreuzkontamination meiden; Selbsthilfe (DZG)
„Beschwerden 2 Wochen dokumentieren — Auslöser sichtbar machen." „Tägliche 20 min Bewegung an der frischen Luft."
Kernmaßnahme: Stressmanagement; Schlafhygiene; Bewegung; Symptom-Tagebuch; ggf. Psychoedukation/Entspannungsverfahren
Stillen fortführen, früh normale Kost beginnen
Kernmaßnahme: "ORL löffelweise — keine Cola, kein Saft, kein Abwarten."
Toilettenroutine, Ballaststoffe, ausreichend Flüssigkeit
Kernmaßnahme: "Macrogol hilft beim Entstauungsphase — danach Erhaltungstherapie."
„Bewegung ist die beste Medizin – auch wenn es zwicke. Bettruhe verschlimmert es." „Eine Wärmflasche hilft kurzfristig; danach bewege ich mich wieder." „Bei Taubheit, Blasenstörung, Trauma oder Fieber komme ich sofort."
Kernmaßnahme: Aktiv bleiben, Bettruhe vermeiden; Wärme; kurze Analgesie nach Bedarf (Paracetamol, ggf. NSAR kurz); Alltagsroutinen fortsetzen; Rückkehr zu Arbeit/Sport so früh wie möglich; Red-Flag-Screening (Trauma, Fieber, Tumoranamnese, Steroid, neurologische Defizite, Cauda-Hinweise).
„Bewegung wie ein Medikament: niedrig starten, regelmäßig steigern." „Mein Ziel ist nicht Schmerzfreiheit um jeden Preis, sondern wieder das tun, was mir wichtig ist." „Ich plane 3×/Woche 20 Minuten Bewegung fest in den Kalender."
Kernmaßnahme: Graded activity / Bewegung dosiert steigern; multimodale Strategie (Bewegung, Schlaf, Stress); Rückkehr zu Alltag/Arbeit als Ziel; Yellow Flags adressieren (Katastrophisieren, Vermeidung, Depression); Schlafhygiene; Gewichtsmanagement.
„Stärkere Muskeln = entlastete Gelenke. 2×/Woche Krafttraining ist Therapie." „5–10 % weniger Gewicht senken Knieschmerzen messbar." „Eine Daumenschiene nachts entlastet bei Rhizarthrose."
Kernmaßnahme: Kraft- und Ausdauertraining (Quadrizeps/Hüftumfeld; Hand: Therapieknete); Gewichtsreduktion 5–10 % bei Übergewicht (Knie/Hüfte); Hilfsmittel (Gehstock kontralateral, Schuhanpassung, Daumenorthese bei Rhizarthrose); aktive Schmerzbewältigung statt Schonung.
„Bewegung verschlimmert RA nicht – sie verbessert sie. Sanft starten, regelmäßig." „Rauchstopp ist Teil der RA-Therapie und macht MTX wirksamer." „Lebensstil ergänzt MTX und Biologika – ersetzt sie aber nicht."
Kernmaßnahme: Rauchstopp (verschlechtert Aktivität, Lungenbeteiligung, MTX-Wirksamkeit); regelmäßige Bewegung trotz Erkrankung; Gewichtsmanagement; CV-Risiko adressieren; Ernährung (mediterran tendenziell günstig); Adhärenz Treat-to-target; Impfungen vor bDMARD/JAK.
„Tägliche Streck- und Atemübungen sind meine Basistherapie." „Schwimmen und Radfahren sind ideal – ich vermeide stoßende Sportarten bei aktiver Entzündung." „Rauchen verschlimmert Bechterew – Rauchstopp ist Teil meiner Therapie."
Kernmaßnahme: Tägliche Beweglichkeits-/Extensions-/Atemübungen (10–15 min); regelmäßige Physiotherapie; Ausdauer (Schwimmen, Rad); Rauchstopp (Krankheitsaktivität, CV, Lunge); Ergonomie am Arbeitsplatz; Schlafposition.
„Gewicht und Bewegung beeinflussen meine PsA und meine Medikamentenwirkung direkt." „Ich lasse Blutdruck, Blutzucker, Lipide regelmäßig prüfen." „Haut und Gelenk gehören zusammen – ich nutze beide Termine."
Kernmaßnahme: Gewichtsmanagement (Adipositas verschlechtert Aktivität und TNF-Wirksamkeit); regelmäßige Bewegung; CV-Risiko (Lipide, Blutdruck, Diabetes), Depression und metabolisches Syndrom adressieren; Tabakstopp; Alkohol moderieren; Hautpflege.
„Bewegung ist die wirksamste Therapie – langsam steigern, dranbleiben." „Ich plane meinen Tag in Energieportionen (Pacing) – ich überfordere mich nicht." „Ich vermeide starke Opioide und Cortison-Tabletten – sie helfen bei FMS nicht."
Kernmaßnahme: Patientenedukation (zentralisierte Schmerzverarbeitung); dosiertes Ausdauer- und Krafttraining 2–3×/Woche ≥ 30 min; Schlafhygiene; Stressmanagement (Achtsamkeit, KVT); Pacing/Aktivitätsdosierung; Tabakstopp; ggf. Wassergymnastik. Keine Opioide, keine systemischen Glukokortikoide, keine dauerhaften NSAR.
„Ich entlaste, aber bewege weiter – komplette Ruhe verschlimmert die Sehne." „3×/Woche exzentrische Übungen sind die wirksamste Therapie meiner Sehne." „Ich passe Schuhe oder Tastatur/Maus an – die Belastung muss runter."
Kernmaßnahme: Relative Entlastung (nicht völlige Ruhigstellung); Belastungssteuerung; exzentrisches Training und Dehnung (z. B. Wadendehnung bei Plantarfasziitis, Heber bei Achillessehne, Unterarmexzentrik bei Epicondylitis); Schuhanpassung (Einlagen, dämpfendes Schuhwerk); Arbeitsplatzergonomie; Eisanwendung kurz akut, danach Wärme.
„Eine Handgelenksschiene nachts kann viele OPs ersparen – ich teste 4–6 Wochen." „Alle 45 Minuten kurz aufstehen, Schultern kreisen, Nacken dehnen." „Bei Taubheit/Schwäche der Hand, die nicht weggeht, kommt eine Abklärung."
Kernmaßnahme: Nachtschiene (KTS) in Neutralstellung; Ergonomie am Arbeitsplatz (Bildschirmhöhe, Maus, Tastatur); Bewegungsunterbrechungen alle 30–60 min; Wärme und Dehnung; Nackenmobilisation; Stressmanagement.
„Unter Cortison brauche ich Calcium, Vitamin D und Knochenschutz." „Bewegung erhält meine Muskeln und schützt meine Knochen." „Bei neuem Kopfschmerz, Sehstörung oder Kauschmerz rufe ich sofort an."
Kernmaßnahme: Bewegung trotz Steroidtherapie (Sturzschutz, Sarkopenie-/Osteoporose-Prophylaxe); Calcium 1000 mg + Vitamin D3 800–1000 IE/d unter Steroid; Bisphosphonat-Indikation prüfen; Sturzprävention; CV-Risiko unter Steroid managen. GCA-Red Flags kennen.
"Nicht jeder Trigger muss lebenslang gemieden werden. Wichtig ist ein stabiler Rhythmus und ein Tagebuch für 4 Wochen."
Kernmaßnahme: Schlafrhythmus, regelmaessige Mahlzeiten, Ausdauer, Trigger-/Kopfschmerztagebuch
"3x/Woche Bewegung und kurze Pausen am Bildschirm sind Therapie."
Kernmaßnahme: Bewegung, Nacken-/Schultertraining, Pausen, Stressmanagement
"Triptane max. 10 Tage/Monat, einfache Schmerzmittel max. 15 Tage/Monat."
Kernmaßnahme: Schmerzmitteltage zaehlen, Entzug planen, Prophylaxe prüfen
"Die Tabletten wirken besser, wenn sie puenktlich und nicht direkt mit viel Eiweiss genommen werden."
Kernmaßnahme: Bewegung, Physio, Sturzpraevention, Einnahmezeiten, Proteinverteilung
"Gedaechtnis wird nicht nur mit Tabletten behandelt: Struktur, Bewegung und Entlastung der Angehoerigen sind Therapie."
Kernmaßnahme: Tagesstruktur, Bewegung, Hoer-/Sehhilfen, Schlaf, Angehoerigenberatung
"Bevor wir Dopaminmedikamente steigern, prüfen wir Eisen – sonst kann es langfristig schlechter werden."
Kernmaßnahme: Ferritin/Eisen prüfen, Koffein/Alkohol abends reduzieren, Schlafhygiene
"Nervenschmerzmittel lindern Symptome; die Ursache muessen wir parallel behandeln."
Kernmaßnahme: Diabeteskontrolle, Alkoholreduktion, Fusspflege, Sturzpraevention
"Wir messen Blutdruck im Liegen und Stehen und prüfen Medikamente, die Stürze beguenstigen."
Kernmaßnahme: Trinkmenge, Orthostase, Kraft-/Balancetraining, Medikamentencheck
"Antipsychotikum erst wenn Ursachen ausgeschlossen"
Kernmaßnahme: Schmerz, Hunger, Harnverhalt, Umgebung, Überforderung als Ursache prüfen
"Eine kleine geplante Aktivitaet täglich ist Therapie, nicht Wellness."
Kernmaßnahme: Tagesstruktur, Aktivitaetsaufbau, Schlaf-Wach-Rhythmus, soziale Reaktivierung
"Vermeidung haelt Angst am Leben; wir dosieren Konfrontation wie ein Medikament."
Kernmaßnahme: Psychoedukation, Atem-/Expositionsprinzip, Koffeinreduktion, körperliche Aktivitaet
S3-Leitlinie Insomnie: KVT-I ist effektiver als jedes Schlafmedikament langfristig.
Kernmaßnahme: KVT-I: Bettzeitrestriktion, Stimulus-Kontrolle, Schlafhygiene, kein Alkohol als Schlafmittel
"Medikamente nie ohne Strukturintervention idealisieren."
Kernmaßnahme: Schlaf, Bewegung, Coaching, Reizmanagement, Kalender-/Task-Systeme
"Schlafentzug kann eine Manie ausloesen – das ist nicht nur Erschoepfung."
Kernmaßnahme: Schlafrhythmus, Alkoholreduktion, Fruehwarnzeichenplan, Stimmungstagebuch
"Cannabis aktiv ansprechen."
Kernmaßnahme: Rueckfallplan, Adhaerenz, Substanzverzicht, Familienedukation
Schule, Eltern, Kind: alle drei einbinden
Kernmaßnahme: "Schlaf, Medienzeiten, Struktur und Elterntraining sind Teil der Therapie."
"Wir trainieren Schlaf wieder planbar — nicht ersetzen durch anderes Schlafmittel"
Kernmaßnahme: KVT-I, Schlafrestriktion, Stimulus-Kontrolle, Licht, Aktivität
"TCA vermeiden — SSRI nur bei Indikation, und dann niedrig starten"
Kernmaßnahme: Psychotherapie, soziale Aktivierung, Bewegung, Schlafstruktur
Luftfeuchtigkeit verbessern, Pausen, Bildschirmabstand
Kernmaßnahme: "Alle 20 Min. in die Ferne, bewusst blinzeln, konservierungsmittelfreie Tropfen."
Bis Symptomfreiheit + augenärztliche Freigabe keine Linse
Kernmaßnahme: "Rotes oder schmerzhaftes Auge: Linse sofort raus — nicht wieder einsetzen."
Kontaktlinsenpause bei Beschwerden
Kernmaßnahme: "Kalte Kompressen, Antihistaminikum-Augentropfen, Allergenreduktion."
Teebaumöl nicht unverdünnt; Reizung möglich
Kernmaßnahme: "Wärme 5–10 Min., Lidmassage, Lidrandreinigung täglich — Wochen brauchen Geduld."
Rauchstopp, mediterrane Ernährung, UV-Schutz
Kernmaßnahme: "Amsler-Gitter täglich — neue Verzerrungen sofort zum Augenarzt."
Recall/Überweisung dokumentieren; Befunddatum festhalten
Kernmaßnahme: "HbA1c, RR, Rauchen, Lipide — und jährliche Augenuntersuchung aktiv nachhalten."
5–10 Min. Abstand zwischen Tropfen; nasolakrimale Okklusion
Kernmaßnahme: "Eine Flasche reicht einen Monat — bitte zeigen Sie mir Ihre Tropftechnik."
Hutchinson-Zeichen prüfen
Kernmaßnahme: "Frühzeitig antiviral — wenn Auge beteiligt ist, sofort Augenarzt."
Plötzlicher Visusverlust ist nie Katarakt
Kernmaßnahme: "Blendung, Fahrtauglichkeit und Sturzrisiko bestimmen den richtigen Zeitpunkt."
DOG/BVA-Leitlinie beachten; Screening-Intervall abstimmen
Kernmaßnahme: "Augenärztliche Kontrolle organisieren — Schaden kann irreversibel sein."
"NSAR wirken am besten vor oder direkt zu Blutungsbeginn"
Kernmaßnahme: Wärme, Bewegung, NSAR frühzeitig
"5–10 % Gewichtsverlust verbessern Zyklus, Insulin und Androgene"
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion 5–10 %, Bewegung, Schlaf, metabolisches Screening
"Regelschmerzen, die arbeitsunfähig machen, sind nicht normal"
Kernmaßnahme: Schmerztagebuch, Wärme, Überweisung
"Starke Blutung ist nicht nur lästig — wir prüfen Hb, Ferritin und Ursache"
Kernmaßnahme: Blutungskalender, Eisenstatus, Anämiesymptome abfragen
"HRT ist eine Option bei relevanter Symptomlast, aber kein Automatismus"
Kernmaßnahme: MRS, Trigger, Schlaf, Bewegung, Gewicht, Alkoholreduktion
"Lokal ist oft wirksamer und risikoärmer als systemische HRT"
Kernmaßnahme: Lubrikanzien, Feuchtigkeitsgele, Beckenboden, Lokalöstrogen
"Juckreiz ist nicht immer Pilz — pH und Geruch helfen bei der Unterscheidung"
Kernmaßnahme: pH-orientierte Therapie, keine übertriebene Intimhygiene
"Die Pille bleibt nicht automatisch geeignet — Risiken ändern sich"
Kernmaßnahme: Jährlicher WHO-MEC-Check
"Folsäure muss vor der Schwangerschaft beginnen"
Kernmaßnahme: Folsäure, Jod, Impfstatus, Nikotinverzicht
"Erschöpfung ist häufig; Suizidgedanken oder Wahn sind Notfälle"
Kernmaßnahme: EPDS, Schlaf, Unterstützung, Stillberatung
Trinkmenge, Allgemeinzustand, Atmung beurteilen
Kernmaßnahme: "Wir behandeln nicht die Zahl am Thermometer, sondern das leidende Kind."
Kortison im Schub kurz und ausreichend — nicht zu schwach, zu lang
Kernmaßnahme: "Basistherapie täglich, auch wenn Haut gut aussieht."
Vier-Augen-Prinzip, Kinderschutzteam einbeziehen
Kernmaßnahme: "Nicht plausible Verletzungen brauchen Dokumentation, kein Alleingang."
"Muskelkraft und Balance schützen besser als Zuwarten"
Kernmaßnahme: Kraft-/Balance-Training (Otago), Seh-/Hörprüfung, Wohnraumanpassung, Gehhilfe
"Eiweißzufuhr und Bewegung sind die wichtigste Frailty-Therapie"
Kernmaßnahme: Protein, Bewegung, Vitamin D bei Mangel, soziale Aktivierung
"Ein Plan, eine Liste, ein Zeitpunkt für Änderungen"
Kernmaßnahme: Medikationsliste, Einnahmeplan, Tablettenbox, Angehörige/Pflege
"Topisch statt oral schont Niere und Magen"
Kernmaßnahme: Bewegung, Physio, topisches NSAR, Wärme/Kälte, Gewichtsreduktion
"Beim Absetzen kann Reflux 2–4 Wochen stärker werden — das ist Rebound, kein Rückfall"
Kernmaßnahme: Gewichtsreduktion, Trigger prüfen, Kopfteil hoch, Rebound einplanen
"Kein Sturz durch Unterzucker ist wichtiger als ein HbA1c-Zielwert"
Kernmaßnahme: Hypoglykämievermeidung, einfache Schemata, Ernährungssicherheit